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1. Stück: "Die Präsidentinnen" von Werner Schwab

Das von Werner Schwab 1990 in Wien uraufgeführte Stück "Die Präsidentinnen" ist ein moderner Klassiker. Zwischen Heiligenschein und Apokalypse träumen drei Frauen von einem besseren Leben. Sie stöhnen ihren Weltschmerz hemmungslos heraus und verteilen gratis Lebenstipps. Schonungslos driften die drei Frauen im Kampf um Anerkennung von ihrer Realität immer weiter ab. Sie versuchen in ein besseres Leben zu fliehen, doch werden sie immer wieder in ihre eigene Scham zurückgestoßen und stechen sich stattdessen gegenseitig aus.

In einer einmaligen Theater- bzw. Kunstsprache loten sie aus, ob das bessere Leben in Form eines strahlenden Prinzen herbeigetrunken werden kann oder ob man sich im Job durch Fleiß selbstverwirklichen kann. Das verhandeln die Drei in dem Stück bis zum erbitterten Showdown.

Die Frauen sind Opfer und Täterinnen in einer Person. Jede von ihnen ist böse, bemitleidenswert und sympathisch, in ihrer Boshaftigkeit allerdings wiederum komisch. Deswegen changiert das Stück zwischen einer Komödie und einem Drama.

Von Werner Schwab stammt der Satz: "Wir sind gevögelt und können nicht fliegen." Ein weiteres Stück "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos" wurde von der Kritik sehr gelobt. 1994 fand man Schwab* noch sehr jung totgesoffen mit 4,1 Promille Alkohol im Blut.

Zweifellos gehört "Die Präsidentinnen" zu den skurrilsten und witzig-bösesten Theatertexten der Gegenwart.

2. Stück: "Jailhouse Blues", Kommödie von Jörg Graser

Ein von allen guten Geistern verlassenes Nest irgendwo in Texas. In einer Gefängniszelle wartet Alec Motil (Felix Finger) auf seine Hinrichtung. Dass er offensichtlich unschuldig ist, scheint niemanden sonderlich zu stören. Stattdessen sind alle Beteiligten darauf aus, möglichst viel Kapital aus der ausweglosen Situation zu schlagen.

Der etwas dümmliche Gefängniswärter Brody (Thomas Stolze) hat es auf die Henkersmahlzeit abgesehen. Motils Pflichtverteidiger (Fabian Gelin) will ihm die Vermarktungsrechte an seiner Geschichte abschwatzen, um damit seine Alkoholsucht zu finanzieren. Der Pfarrer (Jürgen Schmidt) möchte seine persönliche Missionierungsbilanz aufbessern und versucht mit allen Mitteln, Motil zum Christentum zu bekehren. Und Sheriff Delaware (André Meyer) versucht ihm eine Reihe ungeklärter Mordfälle unterzujubeln. Um seinem beschlossenen Schicksal doch noch ein Schnippchen zu schlagen und dem reservierten Stuhl ohne Tisch zu entkommen, lässt Motil sich auf einen fragwürdigen Deal mit dem Sheriff ein.

Jailhouse Blues ist kein Appell gegen die Todesstrafe. Jörg Graser ging es bei seiner Komödie nicht um eine beißende Satire auf den "American Way Of Life" oder gar um die etwaige Aufdeckung einer Doppelmoral im US-Justizsystem. Auch ist sein Stück kein Appell gegen die Todesstrafe. Vielmehr spielt er mit einem ohne Umschweife beinahe schon gleichgültig wirkenden Erzählstil, der keinen Unterschied zwischen lustigen Szenen und tragischen Geschehnissen macht. Alles wird mit einem leichten Augenzwinkern dargeboten.

Aufführungen:


Die Aufführungen finden unter den bekannten 2G-Regelungen statt, bitte bringen Sie daher ihren Impf- oder Genesenennachweis mit.

  • Kommen Sie zeitig, da die Registrierung im Rahmen der Kontaktnachverfolgung etwas Zeit in Anspruch nimmt. Hierzu können Sie die Luca-App nutzen.
  • Ihre Kontaktdaten werden per QR-Code oder ausliegender Liste erfasst.
  • Innerhalb des Schulgebäudes gibt es eine Maskenpflicht. Dies ist eine Vorgabe der Gemeinde.
  • Am Platz darf die Maske selbstverständlich abgenommen werden.
Wir freuen uns auf Sie!

Es wirken mit:


Jailhouse Blues:

Felix Finger: Mr. Motil

Jürgen Schmidt: Pfarrer

Fabian Gelin: Mr. Hampton

André Meyer: Sheriff

Antonia Molle: Sandy Hopper

Thomas Stolze: Mr. Brody / Regie und Bühnenbild

Die Präsidentinnen:

Dr. Birgita Habermann: Erna

Tanja Kolosej: Mariedl

Birgit Rode: Grete

Klaus-Peter Großmann: Regie

Die 21. Aufführung der BretterWelt im November 2021: